Mitteilung 001
Mitteilung der Kommission - TRIS/(2026) 1097
Richtlinie (EU) 2015/1535
Notifizierung: 2026/0194/HR
Mitteilung eines Entwurfstextes eines Mitgliedstaats
Notification – Notification – Notifzierung – Нотификация – Oznámení – Notifikation – Γνωστοποίηση – Notificación – Teavitamine – Ilmoitus – Obavijest – Bejelentés – Notifica – Pranešimas – Paziņojums – Notifika – Kennisgeving – Zawiadomienie – Notificação – Notificare – Oznámenie – Obvestilo – Anmälan – Fógra a thabhairt
Does not open the delays - N'ouvre pas de délai - Kein Fristbeginn - Не се предвижда период на прекъсване - Nezahajuje prodlení - Fristerne indledes ikke - Καμμία έναρξη προθεσμίας - No abre el plazo - Viivituste perioodi ei avata - Määräaika ei ala tästä - Ne otvara razdoblje kašnjenja - Nem nyitja meg a késéseket - Non fa decorrere la mora - Atidėjimai nepradedami - Atlikšanas laikposms nesākas - Ma jiftaħx il-perijodi ta’ dewmien - Geen termijnbegin - Nie otwiera opóźnień - Não inicia o prazo - Nu deschide perioadele de stagnare - Nezačína oneskorenia - Ne uvaja zamud - Inleder ingen frist - Ní osclaíonn sé na moilleanna
MSG: 20261097.DE
1. MSG 001 IND 2026 0194 HR DE 17-04-2026 HR NOTIF
2. Croatia
3A. Ministarstvo poljoprivrede, šumarstva i ribarstva
3B. Uprava za stočarstvo i kvalitetu hrane
4. 2026/0194/HR - C00A - Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittel
5. Änderung der Produktspezifikation „Dokazana kvaliteta“ (hervorragende Produktqualität) – Rindfleisch
6. Rindfleisch
7.
8. Die Änderung der Produktspezifikation „Dokazana kvaliteta“ für Rindfleisch betrifft die folgenden Punkte:
— 2.3. Fütterung der Jungrinder
— 3.4.1. Verbesserte Fütterung
Mit der Änderung der oben genannten Abschnitte soll eine möglichst effiziente Anwendung des Systems im Rindfleischsektor ermöglicht werden.
Änderungen des Spezifikationstextes in dem (unter der Nummer 2023/0326/HR) notifizierten Dokument sind durch Fettdruck gekennzeichnet, Streichungen werden durch Fettdruck und Durchstreichung deutlich gemacht.
9. Als Antragsteller für die Änderung der Produktspezifikation „Dokazana kvaliteta“ für Rindfleisch hat der Jungrindmast- und Zuchtverband „Baby Beef“auch den Entwurf für die Änderung der entsprechenden Produktspezifikation gemäß den Vorschriften zum nationalen Qualitätssystem für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel „Dokazana kvaliteta“ (NN Nr. 18/20, 93/21, 128/22 und 20/24) ausgearbeitet.
ERLÄUTERUNG DES TEXTES FÜR DIE ÄNDERUNG DER PRODUKTSPEZIFIKATION „DOKAZANA KVALITETA” in Bezug auf Rindfleisch:
Punkt 2.3. Fütterung der Jungrinder
Vorgeschlagene Änderung:
Die Jungrinder sind mit einer Kombination aus Maissilage, hochfeuchtem Mais (HMC), Getreide, Nebenprodukten der Ölsaaten- und Leguminosenverarbeitung, Kleegrasmischungen (Heu), Stroh und konzentriertem Mischfutter zu füttern.
Punkt 3.4.1.
Vorgeschlagene Änderung:
Für Erzeuger, die Mais (trocken und Silage) anbauen, stellt dieser bei der Fütterung von Jungrindern die Hauptquelle zur Deckung des Kohlenhydratbedarfs (mindestens 50 %) dar, während Nebenprodukte aus der Verarbeitung von Ölsaaten und Leguminosen als Hauptproteinquelle dienen.
Gründe für die Änderung:
Die Einbeziehung von Nebenprodukten aus Leguminosen in die Ernährung junger Mastrinder stellt eine sinnvolle Lösung dar, die wirtschaftliche Rentabilität, hohen Nährwert und Nachhaltigkeitsaspekte vereint, dabei die bisherigen Produktionsergebnisse beibehält und die Abhängigkeit von importiertem Proteinfutter verringert. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind die Nebenprodukte von Hülsenfrüchten bei der Ernährung von Rindern eine wertvolle und funktionelle Quelle für pflanzenbasiertes Protein. Ihr Rohproteingehalt, der – je nach Art und Methode der Verarbeitung – in der Regel zwischen 20 und 35 % liegt, trägt dazu bei, den Proteinbedarf der Tiere in den verschiedenen Mastphasen zu decken.
Ein wesentlicher Vorteil von Hülsenfrüchten liegt in ihrer günstigen Aminosäurezusammensetzung, insbesondere in ihrem höheren Lysingehalt. Lysin ist eine Aminosäure, die in getreidebasierten Futtermitteln häufig nur in begrenzter Menge vorhanden ist. Dadurch wird eine ausgewogenere Aminosäurezusammensetzung im Futter erreicht, was zu einer effektiveren Nährstoffverwertung führt. Proteine aus Ackerbohnen und anderen Leguminosen
Diese Proteine zeichnen sich durch ein günstiges Verhältnis von abbaubaren und nicht abbaubaren (Bypass-)Proteinen im Pansen aus, das die mikrobielle Proteinsynthese und die Stabilität der Fermentationsprozesse unterstützt.
Der biologisch abbaubare Proteinanteil liefert genügend Stickstoff für das Wachstum von Mikroorganismen im Pansen, während der nicht abbaubare Teil eine direkte Versorgung des Tieres mit Aminosäuren im Dünndarm ermöglicht. Diese Struktur der Proteinfraktionen trägt zu einer stabilen täglichen Gewichtszunahme, einer verbesserten und effizienteren Futterverwertung und geringeren Stickstoffverlusten durch Ausscheidung bei.
Aus wirtschaftlicher Sicht bietet der Einsatz von Ackerbohnen und Nebenprodukten der Hülsenfruchtverarbeitung in der Rindermast die Möglichkeit, die Kosten für den Proteingehalt im Futter zu senken, der zusammen mit dem Energiegehalt unter den Gesamtkosten für die Mast einen der größten Posten darstellt. Sojamehl, das am häufigsten verwendete Eiweißfuttermittel, ist weitgehend von Importen abhängig und Schwankungen am Weltmarkt ausgesetzt, was zu einer hohen und schwer vorhersehbaren Preisvolatilität führt. Diese Situation erhöht die finanzielle Unsicherheit der Produktion und erschwert die langfristige Planung. Im Gegensatz dazu können Ackerbohnen und Nebenprodukte aus Hülsenfrüchten größtenteils aus heimischer Produktion oder von regionalen Märkten bezogen werden, was eine größere Versorgungssicherheit, eine bessere Kostenkontrolle und eine höhere Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Produktions- und Lebensmittelvertriebskette gewährleistet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verwendung von Nebenprodukten aus der Hülsenfrüchteverarbeitung in der Rindermast den modernen Leitlinien für eine nachhaltige Tierhaltung und die effiziente Nutzung heimischer Ressourcen entspricht und somit langfristig zu einem wettbewerbs- und widerstandsfähigeren Mastsystem beiträgt.
10. Verweise auf Grundlagentexte: Die Grundlagentexte wurden mit einer früheren Notifizierung übermittelt:
2023/0326/HR
11. Nein
12.
13. Nein
14. Nein
15. Nein
16.
TBT-Aspekt: Nein
SPS-Aspekt: Nein
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